Die Webseiten der Fachschaft Informatik am ERG Saalfeld


Kinderbilder u.a.m. im Netz

Es geht hier darum deutlich zu machen, dass es durchaus Rechtens sein kann, Bilder ins Netz zu stellen, aber ob es moralisch korrekt ist, darf bezweifelt werden.



Schon Ungeborene "aktenkundig"

Selbst der ungeborene Nachwuchs ist manchmal schon im Web präsent. Statusmeldungen bei Twitter und Facebook versorgen die Webgemeinde mit Details zur Schwangerschaft. Beliebt ist auch das Posten von Ultraschallaufnahmen. 15 Prozent der Befragten gaben in der Umfrage an, solche Aufnahmen ins Netz gestellt zu haben. (siehe Weblink 1)
 

Natürlich sind die Eltern auf ihren Nachwuchs stolz und natürlich sind sie für ihre Kinder verantwortlich und da die Kinder eben noch Kinder sind, ist es sicherlich rechtens. - Aber: das Netz vergißt nicht! Was werden die Kinder später dazu sagen?


Das Forum bzw. der Blog: www.keine-kinderfotos.de

Ein Kind hat sehr selten etwas davon, wenn dessen Fotos im Internet veröffentlicht werden. Es dient nahezu immer dem Spaß anderer, meistens dem der Eltern.


Ein Artikel von 2016 (siehe Weblink 2 und 3)

Die Facebook-Seite Beobachter Online wird vom Seesener Beobachter betrieben. Laut eigener Angaben eine lokale Tageszeitung, die seit 135 Jahren in Seesen und Umgebung erscheint. Herausgeber der Zeitung ist der Verlag H. Hofmann GmbH & Co. KG.

Genauso alt wie das Magazin ist wohl auch das Menschenbild des Verlages, denn vor wenigen Tagen hat der Beobachter Online auf Facebook dazu aufgerufen, das Baby der Jahres 2015 zu wählen. Einmal mehr wird das Recht der Kleinen auf Ruhe und auf Privatsphäre mit egozentrischen Füßen getreten, um am Rande auch noch für billiges Spielzeug zu werben. Marketing und Werbung auf Kosten der ahnungs- und wehrlosen kleinen Kinder.

  • Kinder haben ein Recht auf Privatsphäre
  • Die Babys haben nichts davon
  • So lernen Kinder garantiert keine Medienkompetenz
  • Die Aktion bitte sofort stoppen

Unsere Kritik gilt dem Appell des Verlages genauso wie den kurzsichtigen Eltern, die bei diesem blöden Mist mitmachen. Unsere Kritik gilt allen, die kleine Kinder schamlos zur Schau stellen und vermutlich glauben, dass das süß und niedlich ist, anstatt über Scham und Persönlichkeitsrechte nachzudenken. usw.


Jeden Pups ins Netz stellen?

Auch wenn ich des Öfteren angebe, dass man nicht jeden Pups ins Netz stellen sollte, aber ich hatte selbst nicht erwartet, dass so etwas wirklich passiert, also quasi wörtlich genommen wird oder gar noch eine Steigerung erfahren kann - aber ...

Ein GMX-Beitrag

Zu viel des Guten? Jessica Alba zeigt Häufchen ihres Sohnes (siehe Weblink 4) - ach ja, natürlich ein Video!
 

 

Aufgaben

  1. Wie würdet ihr euch fühlen, wenn eure Eltern Ultraschallbilder, Jugendweihebilder oder Tanzstundenbilder ungefragt ins Netz gestellt hätten?

 

Weblinks

  1. Kinderfotos: Kaum geboren, schon online
  2. www.keine-kinderfotos.de
  3. Seesener Beobachter Marketing auf Kosten der Kinder
  4. Zu viel des Guten? Jessica Alba zeigt Häufchen ihres Sohnes

 

zurück


© ERG Saalfeld   -   Hans-Dietrich Kirmse   16.04.2019